Handwerk und Tradition

Was vor fast 30 Jahren mit einfachen Ausschnitten in Übertöpfen, Windlichtern und anderen Gefäßen begann, hat sich im Laufe der Zeit als
Markenzeichen meines Handwerksbetriebes entwickelt.
In den Anfangsjahren noch auf der Suche nach einem eigenen Stil für meine Werkstatt, ist der Betrieb in Deutschland ein Begriff für die filigrane Durchbruchtechnik geworden. Die einzigartigen
Muster auf Schalen, Übertöpfen sowie kunstvoll anmutende Deckelvasen und Lampenschirme, werden ausschließlich ohne Schablonen oder Vorzeichnungen und selbstverständlich von Hand ausgeschnitten. Somit
ist jedes Gefäß ein Unikat. Dazu braucht man eine ruhige Hand, viel Fingerspitzengefühl und Fantasie, künstlerische Begabung und vor allem Materialkenntnis.

Die Gefäße werden auf der Töpferscheibe frei Hand gedreht und am nächsten Tag im sogenannten " lederharten Zustand " mit einem Skalpell und mit Rundeisen ausgeschnitten. Somit entsteht in jedem Gefäß ein anderes Muster.
Nach dem Antrocknen müssen die filigranen Durchbrüche mit feinem Sandpapier verschliffen werden, um scharfe Kanten zu vermeiden. Danach geht es für die Gefäße zur weiteren Bearbeitung.
Die Trockenzeit bedarf je nach Größe des Gefäßes 2 - 8 Wochen, bevor sie für den 1. Brand ( Schrühbrand ) in den Ofen gelangen. Die Brenntemperatur des Schrühbrandes beträgt 950°C und die Brennzeit liegt bei 6-8 Stunden.
Im nächsten Arbeitsgang werden die Gefäße mit Glasur versehen und gelangen ein zweites Mal in den Brennofen. Dieses ist der sogenannte Glatt- oder Glasurbrand. Die Brenntemperatur beträgt hier 1180°C. Hier kann die Brennzeit zwischen 8-10 Stunden liegen.
Nach 2 Tagen auskühlen, welches langsam erfolgen muss um Kühlrisse zu vermeiden, kann der Ofen ausgelegt ( ausgeräumt ) werden und anschließend zum Kunde gelangen.
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